Der Barbier von Sevilla, 7. Januar 2017, Volksoper Wien

[…] Sie ist wieder da – Josef Ernst Köpplingers überschäumend-witzige Inszenierung von Rossinis größtem Hit [...]

In Kombination mit attraktiver Besetzung und ausgezeichnetem Orchesterspiel macht so ein Wiedersehen nicht nur optisch Freude.

[...] Großen Anteil daran trägt Wolfram-Maria Märtig, der am Hammerklavier begleitete und mit seinem Dirigat dafür sorgte, dass das Geschehen auf der Bühne und im Graben nahtlos ineinander griff. Es dürfte auch fleißig geprobt worden sein, denn bei dieser Orchesterleistung offenbarte sich an eine alte Weisheit: Was man gut kann, macht auch Spaß – und der übertrug sich auch auf das Publikum.

[...] Die Vorstellung schloss mit viel Applaus, erwartungsgemäß am heftigsten für Beate Ritter, Martin Winkler, den Dirigenten und das Volksopernorchester. Ein Besucher fasste den Abend an der Garderobe treffend zusammen: „Man hat ja immer was zu meckern, aber das war heute richtig gut“.

bachtrack

Der Bettelstudent, 30. April 2016, Volksoper Wien

[…] Also: Noch ist Polen nicht verloren – und der Grund dafür liegt vor allem an der musikalischen Seite des Abends. Unter der sensiblen Leitung von Wolfram-Maria Märtig, der auch eine Potpourri-Ouvertüre arrangiert hat, blühen nämlich melodische Elegance und tänzerische Verve von Millöckers mit Erinnerungsmotiven arbeitender Partitur aus der goldenen Ära des Genres prächtig auf. Das Volksopern-Orchester darf wohldosiert schwelgen und schmiegt sich an ein geschlossen wirkendes, stilistisch einheitliches Ensemble an – keine Selbstverständlichkeit am Gürtel. […]

Walter Weidringer, Die Presse

 

[…] Großes Bravo an den Volksopernchor, das Hausorchester und Dirigent Wolfram-Maria Märtig. Er ließ sich keinesfalls dazu hinreißen, mit den schmissigen Themen von Millöckers Meisterwerk zu plakativ hausieren zu gehen, sondern machte die raffinierten Rückungen, das Miteinander von Wort und Ton auch in den leisen Stellen und die zahlreichen Emotionsbilder überdeutlich. Tutti wie Soli gelangen mit einer selten gehörten Akkuratesse. Unbedingt hingehen!

Daniel Wagner, Wiener Zeitung

 

[…] Einen Hauch von klangvoller Noblesse schaffte Dirigent Wolfram-Maria Märtig. Es wirkte nie aufgedreht, aufdringlich, nie unangenehm bombastisch, dafür mitunter edel, glutvoll und zumeist ausgewogen. […]

Ljubisa Tosic, Der Standard

Hoffmanns Erzählungen, 29. September 2012, Aalto-Theater Essen

„[...] Ein großer Abend gestern bei der Wiederaufnahme von Hoffmanns Erzählungen – erheblich besser und geschlossener als die letztjährige Premiere. Genau jenen [...] fehlenden, französischen Esprit und die obligate Wiener Leichtigkeit, brachte nun der bravouröse und auch höchst sängerfreundlich dirigierende Wolfram-Maria Märtig mit den Essener Philharmonikern zu Gehör. Zu Recht bekommt er im November den "Aalto Bühnenpreis für junge Künstler". Es ist für mich ein lokaler Skandal, dass man (ignoranter Weise?) diesen vielversprechenden Dirigier-Genius an die Staatsoper nach Berlin wechseln lässt. Wer hat da geschlafen?“

Peter Bilsing, der opernfreund 

Madame Butterfly, 27. Januar 2012, Aalto-Theater Essen

[...] Wolfram-Maria Märtig statt Stefan Soltesz am Pult begeistere ähnlich wie sein Chef. Eine Dirigentenentdeckung!

Peter Bilsing, der opernfreund